Ostküstentour – Tag 12 – Die Bremse brennt

Der zwölfte Tag begann mit einer langen und sehr verregneten Busfahrt zum Camden Park. Knapp 3 Stunden im Bus. Im Vorfeld hat sich ein Problem an der rechten Vorderradbremse bemerktbar gemacht. Am Vortag ist auf dem Parkplatz von Kings Island eine Überprüfung aller Busse durchgeführt und dabei ist die Bremse mehrmals mit vollem Druck belastet worden. Hierbei ist scheinbar etwas kaputt gegangen, durch ein redundantes Bremssystem war unsere Fahrt jedoch nicht gefährdet.

Am Camden Park hörte es dann auch auf zu regnen und wir haben die beiden Holzachterbahn gefahren sowie unser Mittagessen zu uns nehmen. Der Aufenthalt war kurz geplant und wir sind dann jedoch noch eine Stunde eher abgefahren. Vorher hat sich unser mitgereister TÜV Prüfer den Zustand der Bremse angesehen und empfohlen diese reparieren zu lassen. Da es jedoch kein Werkstattnetz wie in Europa gibt musste es aber erst einmal weiter gehen. Geplant war dann ein Tausch des Busses, dass hatte jedoch viele Stunden Zeit gekostet. Also ging es erst einmal zu Walmart, beim Abbremsen der Ampel roch es plötzlich sehr nach Bremse und der Busfahrer öffnete die Tür mit den Worten „Ich glaube die Bremse brennt!“ Auf diesen Fall vorbereitet, wurde des Bus schnellstens evakuiert und wir fanden uns auf dem Mittelstreifen einer Landstraße wieder. Die Fahrt war dann erst einmal beendet und wir haben uns im Walmart vergnügt.

Unser Reiseleiter kümmerte sich in der Zeit um einen Ausstauschbus der nach knapp zwei Stunden auch Abfahrbereit stand. So konnten dann die letzten 5 Stunden Fahrt in Angriff genommen werden.

Dieser Tag wird wohl keiner vergessen und trotz des Zwischenfalls war die Stimmung prima.

Wir hatten Glück, dass es nicht mehr regnete und die Bremse den Geist in der Zivilisation und nicht auf einem Highway in der Kampagne aufgegeben hat.

Hier auch noch einmal ein Lob an Funtours, für die gute Reaktion und das besorgen des Ersatzbusses.

Ostküstentour – Tag 11 – Insel des Königs

Aus Cedar Point ging es früh morgens los in Richtung Kings Island. Ein großer Park, der früher mal der Filmproduktionsgesellschaft Paramount gehörte. 15 Achterbahnen standen auf dem Programm. Darunter die Neuheit 2014, Banshee. Der längste Inverted Coaster der Welt. Tolle Bahn, schnell und intensiv mit einem einmaligen Layout. In der letzten Reihe rappelt er leider ein wenig. Ist jedoch eine der besten Bahnen des Typs.

Dann hat der Park noch ein paar besondere Bahnen zu bieten, eine ewig lange Holzachterbahn, The Beast mit zwei liften und vielen Bremsen, die die Bahn fahrbah machen. Neben dieser Holzbahn gibt es noch die Doppelanlage Racer. Die, wie der Name schon sagt, ein Rennen fährt. Leider fahren die Züge nicht zeitgleich ab, womit der Sinn der Bahn weg ist.

Von 1987 ist Vortex, ein Multilooper Bahn aus dem Haus Arrow. Wir können nicht verstehen, wieso man sich dafür damals Stundenlang angestellt hat.

Der Park besitzt eine Nachbildung des Eifelturms, den haben wir kurz vor Abfahrt besucht und ein paar Schnappschüsse gemacht. Mehr dazu später.

Der Park hat mir ganz gut gefallen, tolle Bahnen und einige der Fahrgeschäfte sind schon in den Wald integriert. Wir hatten auch mal wieder Glück mit dem Wetter, heiss wie immer, und der Fülle des Parks, leer wie meistens.

Ostküstentour – Tag 9/10 – Ein Traum wird Wahr

Es gibt Parks von denen jeder Parkfan träumt sobald er von diesen gehört hat. Einen solchen Park sollten wir an diesen Tagen besuchen, Cedar Point. Bezeichnet sich selbst als „Capital of Rollercoaster“ und das nicht zu unrecht. 17 Achterbahnen, davon eine Vielzahl Weltklassebahnen und ehemaliger Rekordhalter. Wir hatten uns er Hotel direkt am Park mit Blick auf den Erie See.

Der Park selbst ist riesig groß und beeindi schon bei der Anfahrt, eine Kulisse wie es sie kein zweites mal gibt.

Wir begannen im Park mit dem Gatekeeper, einem Wingcoaster der sich über den Eingang windet und schon beim betreten des Parks zeigt, was einen erwartet. Wir mussten jedoch über eine Stunde in einer fast leeren Station warten, bis wir fahren konnten. Ein mächtiger Platzregen kam runter, so wie wir ihn schon Mittags erleben. Es wurden alle Bahnen geschlossen und bis der Betrieb wieder aufgenommen wurde dauerte es. Um es vorwegzunehmen, dass passierte am zweiten Parktag noch zwei weitere mal, selbst wenn nur 5 Tropfen fallen wird der Betrieb beendet. Muss man nicht verstehen, ist aber so.
Irgendwann sind wir dann gefahren, eine super Bahn für den Anfang, vergleichbare Bahnen kenne ich nicht, die europäischen Varianten sind alle langsam, niedrig und nur enge Radien in den Kurven, hier genau das Gegenteil.

Den restlichen Abend gingen wir gemütlich durch den Park und sind noch Millennium Force, Maverick, Rougarou, Magnum XL 200 und Jean Stream gefahren. Die beiden erstgenannten sind einfach nur der Wahnsinn. Millennium Force mit seinem 95 Meter Lift und einer Geschwindigkeit von 150 km/h man einfach nur Spaß, Geschwindigkeit bis in die Bremse.

Maverick, beste Bahn im Park und verdient das Prädikat Weltklasse. Relativ niedrig und nicht sehr schnell, hat sie eine Klasse Layout und schnellen Kurven und Umschwüngen. Durch ein neues Bügelsystem hat die Bahn lt. Aussagen anderer an Spaß gewonnen.

Die schnellste und höchste Bahn ist der Top Thrill Dragster, ein 128 Meter hoher und 193 km/h schneller Launchcoaster. Ehemals höchste und schnellste Bahn der Welt, bis wenig später Kingda Ka gebaut wurde und beide Rekorde ablöste. Die Bahn ist wie ein Dragster thematisiert, mit Ampelsystem, als Fahrzeugen gestaltenten Zügen und Motorensounds. Die Beschleunigung ist gefühlt besser und die Platzierung in der Parkmitte ist schöner als bei Kingda Ka in Six Flags.

Das sind drei der vielen Highlights im Park, um auf alle guten Bahnen einzugehen fehlt hier vor Ort die Zeit. Das werde ich in den nächsten Wochen aus Deutschland nachholen.

Der Park jedenfalls ist mit keinem Park in Europa zu vergleichen, eine solche Masse an Weltklassebahnen findet man in Europa nicht gebündelt an einem Ort. Und trotz weniger Besuchern an unseren Besuchstagen, wurde überall mit voller Kapazität gefahren und Störung behoben und die Mitarbeiter hatten immer Spaß bei der Arbeit.

Ein großer Kritikpunkt ist jedoch das Verhalten bei Regen, sobald eine Regenfront aufzieht, werden alle Attraktionen geschlossen und dann kann es durchaus zwei Stunden dauern bis wieder alles öffnet. Diesen Fall hatte. Wir zwei mal, und haben uns in dieser Zeit die Beine in den Bauch gestanden.

Ostküstentour – Tag 9 – Land unter

Am neunten Tag machten wir uns auf den Weg Richtung Ohio. Vorher gab es einen Zwischenstopp in Erie, um dem Waldameer Park einen Besuch abzustatten. Ein kleiner familiengeführter Park mit vier Achterbahnen.

Auf dem Ravine Flyer 2 begannen wir den Tag mit einer Backstageführung durch den Stützenwald sowie einem Blick in die Technik. Dann dürften wir auch noch eine Stunde vor Öffnung alleine Fahren. Eine super Bahn, und mit der Zeit zog die Geschwindigkeit an und der Spaß wurde immer mehr. Bis sich die Wolken öffneten und ein sehr intensiver Platzregen auf dem Gelände abging. Ein paar mutige führen auch bei strömendem Regen weiter und kamen durchnässt wieder in der Station an. Ich ließ diese Fahrten aus. Diese ERT werden wir alle jedoch nie vergessen.

Danach haben wir uns schnell die anderen Bahnen und Fahrgeschäfte angesehen sowie ein Mittagessen zu uns genommen.

Nach 2,5 Stunden Aufenthalt ging es dann weiter Richtung Sandusky.

Ostküstentour – Tag 8 – Kennywood

Tag acht der Tour begann in Kennywood mit einer Extra Ride Töne vor Parköffnung auf Sky Rocket. Natürlich wieder mit hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen. Aber daran haben wir uns jetzt schon fast gewöhnt.

Sky Rocket ist eine tolle Bahn. Fahrt sehr angenehm, und die erste Hälfte wird zügig befahren. Im hinteren Teil wird es leider etwas langsam und der Fahrspass ist niedriger. Nach einer Stunde Dauerfahren auf der Bahn ließen wir diese den Rest des Tages aus. Denn es standen noch andere Bahnen auf dem Plan und es war Samstag und wir mussten mit einem vollen Park rechnen.

So machten wir uns auf die Holzachterbahn zu fahren, alle älteren Baujahres und nicht wirklich gut und keine Wiederholungsfahrten wert, zumindest bei der Parkfülle. Erwähnenswert ist jedoch die Doppelanlage Racer, bei der sich zwei Spuren ein Rennen liefern und man am Ende auf der anderen Spur in der Station ankommt. Ein sogenannter Möbius-Coaster.

Die Wilde Maus des Parks ist super, eine tolle Thematisierung. Das Layout jedoch Standard.

Beste Bahn in Park ist Phantoms Revenge. Eine Stahlachterbahn aus die mit Höhe und Geschwindigkeit aufwarten kann. Hat riesigen Spaß gemacht. Für eine Wiederholungsfahrt war es leider zu voll.

Der interaktive Darkride war schön gemacht, durch die Interaktivität kann man sich leider nicht auf die Umgebung konzentrieren und geniessen, aber das bemängel ich an jeder interaktiven Anlage.

Ostküstentour – Tag 7 – Schokoladenwelt

Heute stand ein Besuch des Hershey Parks auf der Liste. Der Park wird vom grössten Schokoladenhersteller der USA betrieben und liegt direkt neben der grössten Schokoladenfabrik der Welt.

Der Park hat mit 14 Achterbahnen auf uns gewartet von denen wir vier noch vor Parköffnung fahren konnten. Lightning Racer, besteht aus zwei Bahnen, und Wildcat. Beides Holzachterbahnen, beide nicht wirklich gut. Dann könnten wir direkt in Laff Track einsteigen und groß zu warten. Nach diesen Programmpunkten haben wir uns wieder in Kleingruppen durch den Park gemacht und alle Bahnen zu fahren.

Die Überschlagsbahn Fahrenheit und der Launch-Coaster Stormrunner gehörten vor dem Mittagessen zu den besten Bahnen. Gefahren wurden dann noch ein paar kleinere Bahnen.

Das Mittagessen bestand mal wieder aus Burgern, Hot Dogs und Hähnchen. Also nichts besonderes.

Nach dem Essen gab es ein Exit-Ticket mit dem wir durch den Ausgang einer Bahn zusteigen konnten. War ein gutes Geschenk, den der Park war dort noch gut gefüllt und es war wieder mal sehr warm.

Nach dem Essen fehlten noch drei Bahnen, SuperDooperLooper, Comet, Great Beat und das Highlight SkyRush.

Begonnen haben wir dann mit Comet, einer Holzachterbahn. Die Bahn ist recht alt, fuhr sich aber gut. Eine gute Bahn war es jedoch nicht.

Dann gab es eine der letzten Bahnen von Schwarzkopf, der SuperDooperLooper. Besitzt den ersten Looping an der Ostküste und ist echt schön zu fahren.

Dann wurde es auf dem großem Bären intensiv. Erst das nervige Kind in DED Warteschlange hinter uns, und dann auf der Bahn.

Für den Schluss haben wir uns das Highlight aufgespart. SkyRush, 70 Meter hoch, 130 km/ h schnell und sehr intensiv. So intensiv, dass einem in den Kurven fast schwarz vor Augen wird. Getrübt wird der Fahrtspaß durch die Bügel, die sehr in die Oberschenkel drücken. Trotzdem waren es am Ende knapp 10 Fahrten.

Toller Park, tolle Bahnen, leider recht voll und warm.

Ostküstentour – Tag 6 – Knoebels

An Tag sechs der Tour ging es ins Nirgendwo, genauer gesagt nach Elysburg. In den Knoebels Park. Einer kleiner Familiengeführter Park mit mehreren Holzachterbahnen und sehr interessanten Fahrgeschäften.

Wir begannen mit ERTs auf den beiden großen Holzbahnen. Begonnen haben wir bei Phoenix. Eine super Bahn mit massiver Airtime und Bügeln die nicht ganz zu gehen. Man steht mehr in Zug als das man sitzt.

Nach 30 Minuten ging es dann rüber zu Twister. Einer zügigen. Bahn mit intensiven Kurven und zwei Lifthügeln. Hier war recht schnell Schluss, die Bahn ist intensiv.

Wir haben dann in Kleingruppen den Park unsicher gemacht, relativ entspannt, weil es hier mittlerweile richtig heiss und schwül ist. Viel Trinken ist angesagt.

Zum Mittag gab es ein super Buffet mit Hähnchen, Kassler, Kartoffelgratin und viel Salat sowie Eis. Während des Essens erzählte einer der Parkchefs ein wenig zur Geschichte des Parks und der Familie. War sehr interessant.

Als Bonus gab es noch eine technische Führung durch die komplett selbst gebaute Bob-Achterbahn aus Holz. 6 Milliarden genutzte Schrauben und 7 Jahre Bauzeit haben eine interessante Bahn empor gebracht. Weltweit einmalig!

Nach ein paar weiteren Stunden in der Hitze ging es dann mit dem Bus Richtung Schoko-Stadt.